Das erste, was für mich entfernt mit Radio zu tun hatte, war unser Schulfunk 1978. Leider wurde dieser nach 3 Monaten wieder eingestellt. Es lag nicht an mir, aber meine Vorstellungen von Pausenunterhaltung entsprachen nun einmal nicht denen der Schulleitung.

Aber dafür wurde ich der Diskjockey meiner Schule. Das war dann schon ein bisschen spannender, weil selbst die „Großen“ gerne zu unseren Schulfeten in die Aula kamen. Meine erste offizielle Disco für Erwachsene hatte ich am 01.08.1981. Ich durfte einspringen, denn der eigentliche Diskjockey des Abends war erkrankt. Damals war ich 15 Jahre alt und spielte mit komplett geliehener Technik, einem Kassettenrekorder, einem Tonband und einem Plattenspieler.

 

1982 gab es dann den ersten offiziellen „Lehrgang“.

Hier ist der Beweis:

Ich bin ja noch in der alten DDR aufgewachsen. So brauchte ich – wie damals erforderlich – eine Spielerlaubnis. 1983 wurde ich mit 17 Jahren „Staatlich geprüfter Schallplattenunterhalter“ mit Einstufung A. Das war damals die kleinste Amateureinstufung.

In den 1980iger Jahren arbeitete ich in vielen Discotheken

in Berlin und im Rest der DDR

1989 hatte ich mich dann bis zur Sonderstufe S (höchste Amateur Einstufung) hochgearbeitet, kam in die erste Berliner Förderklasse, die aus den Amateurdiskjockeys Profis machte, also Diskjockeys mit offiziellem Berufsausweis.

Nach dem Fall der Mauer, nur wenige Monate später, war diese „Spielerlaubnis“  nichts mehr wert, denn das komplette Kultursystem der DDR brach zusammen und so begann ich an meiner Karriere als Radiomoderator zu arbeiten.

Es gilt aber heute, genau wie früher:
Eine volle Tanzfläche ist der beste Beweis dafür, dass man in seinem Job gut ist.