Ich werde oft gefragt, warum ich unbedingt Radiomoderator werden wollte.
Darauf gibt es nur eine Antwort:

Es ist einfach der coolste Job der Welt und in meinem Fall nicht nur Beruf, sondern Berufung.

Wer einmal von dem Radiovirus infiziert wurde, den lässt es nicht mehr los. Allerdings hat sich in den letzten Jahren beim „Radio“ auch viel verändert. Ein Radiomoderator kann nicht mehr mit einem Koffer CDs ins Studio gehen und die Musik spielen, die ihm gefällt.Vor 20 Jahren ging das noch. Heutzutage wird sehr viel Geld dafür ausgegeben, herauszufinden, welche Musik die Hörer des  Senders hören möchten. Wenn man das herausgefunden hat, dann wird diese Musik von der Musikredaktion so zusammen gestellt, dass jeder Hörer auf seine Kosten kommt:

Rock, Pop, Aktuell, international und deutsch,  verschiedene Jahrzehnte und unterschiedliche Musikstile werden miteinander kombiniert, je nach „Klangfarbe“ des Senders.
Wer nicht glaubt, wie schwierig das ist, der kann einfach mal im Freundeskreis einen Test machen: 10 Leute haben garantiert 10 unterschiedliche Musikgeschmäcker. Im Durchschnitt hört der deutsche Radiohörer ungefähr 3 Stunden Radio am Tag und diese gut 180 Minuten müssen von uns „Radiomachern“ so geplant werden, dass jeder Hörer auf seine Kosten kommt.
Dafür arbeite ich jeden Tag hart und ich habe viel Spaß daran.

Seit 31.08.2009 Die BB RADIO Nachmittagsshow von 2 bis Frei  -> weitere Infos

07.01.2008 – 30.08.2009 Die BB RADIO Morgenmacher

03.09.2007 – 15.12.2007 Die BB RADIO Morgenmacher

Seit 01.07.2006 BB RADIO

01.01.2005 – 30.06.2006 ANTENNE MECKLENBURG VORPOMMERN (Der neue Morgen)

Wie sieht eigentlich der Tag eines Morgenmoderators aus ?

Es beginnt mitten in der Nacht um 02.45 Uhr. 3 Wecker klingeln im 2 Minuten Takt.
Danach schmeißt mich meine Frau Steffi aus dem Bett. Bisher hat das immer gut funktioniert.
In 10 Jahren „Radio“ habe ich noch nie verschlafen. Dann gibt es einen Gesundheitscocktail
aus frisch gepressten Orangen, Grapefruits und Zitronen.
Zwischen Dusche, zwei Tassen Kaffee und dem Verlassen des Hauses läuft das Nachtjournal
vom Vorabend auf Video. Es ist 03.30 Uhr. Auf geht’s ins Funkhaus. Dort angekommen, lese ich
sechs Tageszeitungen quer, surfe im Internet, arbeite mich durch die Nachrichtenagenturen und
trage mit meinem Team alle aktuellen Informationen für die Show zusammen.
Schließlich ist Radio das schnellste Medium der Welt und seitdem meine Hörer ins Bett
gegangen sind, ist eine Menge in der Welt passiert.

Mittlerweile ist es 05.00 Uhr und die Show beginnt:

GUTEN MORGEN!

Nach „Sendeschluss“ um 10.00 Uhr gibt es Frühstück. Eine halbe Stunde später beginnt
die tägliche Redaktionskonferenz mit Auswertung der alten – und Vorbereitung der neuen Sendung: Themen suchen, telefonieren, Interviews führen und die Umsetzung besprechen.
Die Vorbereitung einer Show dauert in etwa genau so lange wie die Sendung selbst.
Ende eines normalen Arbeitstages ist nach der Tagesschau um 20.15 Uhr. Viel Zeit für Privates bleibt nicht. Es reicht knapp für ein wenig freie Zeit mit meiner Frau, etwas Sport und gelegentlich eine 17.00 Uhr Vorstellung im Kino. Soziale Kontakte sollte man geschickt auf das Wochenende verlegen.
Man muss als Morgenmoderator schon etwas verrückt sein.

Ich war / bin verrückt genug um diesen Job zu machen.